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Beteiligung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an der Gestaltung ihrer Arbeitsbedingungen

  1. „In der Bundesrepublik Deutschland hat die Kirche das verfassungsmäßig gewährleistete Recht, ein eigenes Regelungsverfahren zu schaffen, um ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an der Gestaltung ihrer Arbeitsverhältnisse zu beteiligen. Das Tarifvertragssystem mit dem zu seinen Funktionsvoraussetzungen gehörenden Arbeitskampf sichert nicht die Eigenart des kirchlichen Dienstes.
    Tarifverträge kirchlicher Einrichtungen mit verschiedenen Gewerkschaften sind mit der Einheit des kirchlichen Dienstes unvereinbar. Streik und Aussperrung widersprechen den Grunderfordernissen des kirchlichen Dienstes. Für die Einrichtungen der Glaubensverkündigung und die Werke der Nächstenliebe gäbe daher die Kirche ihren Sendungsauftrag preis, wenn sie ihren Dienst den Funktionsvoraussetzungen des Tarifvertragssystems unterordnen würde.“
  2. „Die Dienstgemeinschaft als das maßgebende Strukturelement des kirchlichen Dienstes gebietet es, dass unterschiedliche Interessen bei Dienstgebern und Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern unter Beachtung des Grundkonsenses aller über den kirchlichen Auftrag ausgeglichen werden. Diesem Zweck dient es, dass die Kirche mit paritätisch besetzten Kommissionen zur Ordnung des Arbeitsvertragsrechts (KODA) einen eigenen Weg zur Regelung der Vergütung und anderen Arbeitsbedingungen geht. Die Kompetenz der arbeitsrechtlichen Kommission eröffnet die Möglichkeit, dass jeder Interessenkonflikt Gegenstand einer Schlichtung sein kann. Dabei bleibt die Hirtenaufgabe des Bischofs unberührt, die umfassende Verantwortung für alle ihm anvertrauten Gläubigen wahrzunehmen. Das durch die Kirche geschaffene arbeitsrechtliche Regelungsrecht (KODA-Ordnungen) sichert und fördert die Beteiligung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an der Gestaltung ihrer Arbeitsbedingungen. Es leistet damit zugleich einen Beitrag für die vom Kirchenverständnis getragene Dienstgemeinschaft.“ (Auszug aus der Grundordnung des kirchlichen Dienstes im Rahmen kirchlicher Arbeitsverhältnisse)
    Für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der katholischen Einrichtungen auf dem Gebiet des Erzbistums Berlin stehen drei verschiedene Kommissionen zur Ordnung des Arbeitsvertragsrechtes (KODA) zur Verfügung. Dies ist für die MitarbeiterInnen aus dem Bereich der Caritas und ihrer kooptierten Mitglieder die Arbeitsrechtliche Kommission auf Bundesebene und die Regionalkommission auf dem Gebiet der (Erz-)Bistümer Berlin, Hamburg, Erfurt, Görlitz, Dresden-Meißen, Magdeburg. Für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus dem Bereich der verfassten Kirche trägt die KODA Nord/Ost die Verantwortung bezüglich der Gestaltung der Arbeitsbedingungen. Diese Kommission ist ebenfalls zuständig für die Kirchengebiete der (Erz-)Bistümer Berlin, Hamburg, Erfurt, Görlitz, Dresden-Meißen, Magdeburg. Für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im kirchlichen Dienst auf dem Gebiet der Deutschen Katholischen Kirche trägt die Zentral KODA die Verantwortung in Bezug auf grundsätzliche, für alle Beschäftigten maßgebliche Arbeitsbedingungen. In diese Kommission werden Vertreterinnen und Vertreter der verschiedenen Kommissionen (AK oder Regionalkoda Nord/Ost) entsandt. Bezüglich der strukturellen Beziehung der KODAen mit der DiAG-MAV Berlin dient der PDF-Verweis als Anschauungsmaterial. DiAG-MAV Struktur.